Schillerstraße retten: Zeuthens Charme erhalten

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Keine Asphaltierung der Schillerstraße: Zeuthens Ortsbild bewahren,

Bäume schützen & Verkehr sinnvoll steuern 

Was wir möchten:

  1. Die Schillerstraße als ortsbildprägende Kopfsteinpflasterallee erhalten;
  2. Keine Asphaltierung sondern eine bedarfsgerechte Instandsetzung des historischen Kopfsteinpflasters der Schillerstraße zur Reduzierung von Lärm und Erschütterungen;
  3. Eine dauerhafte Tempobegrenzung auf 30 in der Schillerstraße zum Schutz vor Lärm und Erschütterungen;
  4. Keine Fällung von Alleebäumen für den Straßenausbau und weiterhin eine  Regenwasserversickerung im Straßenbereich zum Baum- und Grundwasserschutz;
  5. Erstellung eines Konzepts zur weiträumigen Umleitung des Verkehrs während der Seestraßen-Sanierung unter Einbeziehung der Einwohner;
  6. Keinen Umleitungsverkehr ausschließlich durch die Schillerstraße sondern Einbahnstraßen- oder Ampellösungen in der Seestraße während der Sanierung;
  7. Keine Umleitungsstrecken vor Kitas und Seniorenheimen;
  8. Ein zeitgemäßes und vorausschauendes Verkehrskonzept für Zeuthen


Wie wollen wir das erreichen: 

Einwohnerantrag stellen! 

Wie funktioniert ein Einwohnerantrag?

Gemäß der brandenburgischen Kommunalverfassung sind für den Antrag etwa 480 Unterschriften (= 5% der in Zeuthen gemeldeten Einwohner über 16 Jahre) erforderlich.

Daher bitten wir herzlich, uns beim Sammeln dieser Unterschriften zu unterstützen.
 
Wenn wir diese Unterschriften zusammenbekommen, müssen die gewählten Gemeindevertreter/innen von SPD, Bürger für Zeuthen, CDU, FDP, Linke und B90/Die Grünen unseren Antrag beraten und über diesen abstimmen. Damit werden die Gemeindevertreter dann entscheiden, ob das gewachsene Ortsbild von Zeuthen mit der Schillerstraße als einer der ältesten Kopfsteinpflasteralleen erhalten bleibt und es zukünftig eine sinnvollere Verkehrssteuerung gibt.

Unseren Antrag mit dem Titel "Keine Asphaltierung der Schillerstraße: Zeuthens Ortsbild bewahren, Bäume schützen, Verkehr bedarfsgerecht steuern", finden Sie hier .

Wir benötigen Ihre Unterstützung, damit die Gemeindevertretung diesen Antrag beraten und über diesen abstimmen muss. Bitte füllen Sie hierfür die Unterschriftenliste aus, die Sie hier finden. Bitte werfen Sie die Liste in den Briefkasten in der Schillerstraße 131 oder geben diese persönlich bei Thomas Merfort ab.
 
Alternativ können Sie uns auch einfach per Email kontaktieren. 

Warum wir das tun:

Unsere Argumente: 

 

  • Die Schillerstraße ist eine der ältesten Straßen Zeuthens und prägt mit ihrer alten Baumallee und dem Kopfsteinpflaster seit über 100 Jahren das Ortsbild. Anstatt dieses wertvolle historische Erbe, das sich seit den 1920er Jahren in einem kaum veränderten Zustand befindet zu bewahren, sieht der geplante Ausbau eine Asphaltierung und Abriss des Kopfsteinpflasters vor. Damit würde die Schillerstraße ihren prägenden Charakter für Zeuthen verlieren


  • Zur Reduzierung von Lärm und Erschütterungen sowie zum langfristigen Erhalt des Kopfsteinpflasters ist eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h im südlichen Teil der Schillerstraße sinnvoll, wie seit Jahren von Einwohnern gefordert.  Selbstredend würden wir eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h auch für die gesamte Schillerstraße begrüßen.


  • Der südliche Teil der Schillerstr. wird derzeit lediglich von etwa 300 Fahrzeugen täglich befahren. Es besteht daher offenkundig keine Notwendigkeit, diesen Straßenabschnitt für den Durchgangsverkehr stärker zu nutzen


  • Offizieller Hauptgrund für den Ausbau ist es, die Schillerstraße als Umgehung für den Zeitraum der Sanierung der Seestraße zu nutzen. Dabei gibt es bereits asphaltierte Alternativrouten, die einseitige Belastungen vermeiden würden. Entsprechende andere Optionen, z.B. einspurige Umleitungen und weiträumige Umleitungsstrecken sowie Ampellösungen, wurden bisher nicht öffentlich mit Einwohnern erörtert. Dies betrifft umso mehr den Umstand, dass die bisherige Planung wohl vorsieht, den gesamten Verkehr der Seestraße unmittelbar an der Kita „Räuberhaus“ vorbeizuführen.

 

  • Eine Asphaltierung der Schillerstraße führt nicht zu einer nachhaltigen Entlastung der Schulstraße, sondern nur zu einer Aufgliederung des Verkehrs und zur Verlärmung weiterer Wohngebiete. Es ist unverständlich, warum für mehr Verkehrssicherheit in der Schulstr. in Ergänzung zu den bereits erfolgten Maßnahmen (Aufpflasterungen und Verengungen) nicht kostengünstigere Optionen (Zebrastreifen / Ampel vor der Paul Dessau Schule, Schutzgitter entlang des Gehweges) umgesetzt werden können, zumal in Teilen Fußgänger vom fließenden Verkehr bereits durch Parkplätze getrennt sind. 


  • Die derzeitige Planung sieht die Fällung von mindestens drei Alleebäumen in der Schillerstraße vor. Darüber hinaus wird die Baumaßnahme dazu führen, dass der Bestand an Alleebäumen langfristig geschädigt wird, da aufgrund der vorgesehenen Asphaltversiegelung den Bäumen ein erheblicher Teil des Regenwassers genommen werden wird. Diese Entwicklung ist beispielsweise seit dem Ausbau der Straße nach Wildau bereits in der Lindenallee zu beobachten. 


  • Eine Instandsetzung der Pflasterung ist langfristig deutlich kostengünstiger als eine neue Asphaltdecke, denn diese muss spätestens nach 30 Jahren wieder erneuert werden inkl. Abfräsen der Deckschichten. Eine Pflasterung hingegen hält viel länger und ist nahezu unverwüstlich.


  • Die Entscheidung für eine Asphaltierung der Schillerstraße beruht auf keiner langfristigen Verkehrsplanung. Ein Verkehrskonzept für Zeuthen, das die zukünftige Ortsentwicklung (Anbindung Zeuthener Winkel, Grundschule Münchener Str., etc.) und neue Entwicklungen (E-Mobilität, Fahrradinfrastruktur, etc.) berücksichtigt, existiert bisher nicht. Es gibt lediglich ein Straßenausbaukonzept aus dem Jahre 2009, das für die südliche Schillerstraße einen „geringen“ Neugestaltungsbedarf ausweist.   

 

  • Der Ausbau der Schillerstraße wird jetzt bereits mit knapp 1,3 Mio. EUR veranschlagt. Ein Großteil dieser öffentlichen Mittel kann zur Entlastung der durch die Corona-Ausgaben strapazierten Haushalte der Gemeinde Zeuthen und des Landes anderweitig besser genutzt werden. 

 

  • Überhaupt fand mit Blick auf die Schillerstraße keine Konsultation der Einwohner Zeuthens vor Beginn der Planungen statt. Vielmehr wurde bereits eine als nahezu endgültig dargestellte „Entwurfsplanung“ präsentiert, ohne dass etwaige Interessen der Anwohner ausreichend berücksichtigt wurden. 

Die Pläne der Gemeindeverwaltung

 
Nach den Plänen der Gemeindeverwaltung soll der Abschnitt der Schillerstraße zwischen Rathaus und Schulstraße im Jahr 2022 grundständig ausgebaut und der Straßenquerschnitt reduziert werden. Hierfür ist der Abriss des Kopfsteinpflasters und eine Asphaltierung der Schillerstraße vorgesehen. Damit würde die Schillerstraße ihrer heutiges Gesicht für immer verlieren, mit dem sie Zeuthens Ortsbild seit über 100 Jahren als Kopfsteinpflasterallee prägt. Darüber hinaus werden die Alleebäume geschwächt und es droht ihre langfristige Fällung, da den Bäumen das Regenwasser durch die Versiegelung der Fahrbahn entzogen wird. Ohnehin ist schon jetzt die Fällung von drei Linden für die Baumaßnahmen vorgesehen. 
 
Ziel der mindestens ein Jahr andauernden Baumaßnahme, die nach Schätzung der Gemeinde heute schon 1,3 Mio. EUR kosten soll, ist es, die Schillerstraße neben der Maxim-Gorki-Straße als Umleitungsstrecke während der Sanierung der Seestraße zu nutzen. Außerdem soll zukünftig der Durchgangs- und Pendlerverkehr durch die Schillerstraße gelenkt werden. Statt derzeit etwa 300 Fahrzeugen täglich wäre dann von einem vielfach höheren Verkehrsaufkommen von täglich      ca. 3 000-4 000 Fahrzeugen auszugehen. Gleichzeitig sollen die Gehwege nicht ausgebaut werden. Auch die Schaffung einer Fahrradspur ist nicht vorgesehen. 
 
Aus unserer Sicht gäbe es bessere, zeitgemäße und vor allem umweltverträglichere Lösungen, die eine weitere Verlärmung verhindern und das historisch gewachsene und regionaltypische Ortsbild von Zeuthen bewahren würden. Den von der Gemeindeverwaltung vorgestellten Ausbau der Schillerstraße halten wir daher für irrsinnig. Genauso sind wir gegen eine Baustellenumfahrung, die den Verkehr durch die Maxim-Gorki-Straße oder Heinrich-Heine-Straße und damit an den Kitas „Räuberhaus“ bzw. „Kleine Waldgeister“ vorbei führen würde. Anstelle eines Mehrwertes bringt diese Planung vor allem Nachteile für uns alle. 


Die Pläne der Gemeinde sind hier abrufbar.